Die kommunale Wärmeplanung stand nun zum 3. Mal auf der Tagesordnung. Nachdem CDU, SPD und FDP mehrfach Änderungen gefordert hatten, wurde nun von der Verwaltung eine verkürzte Wärmeplanung für ganz Odenthal zur Abstimmung in den Ausschuss gebracht.
Dies ist aus unserer Sicht der falsche Weg für Odenthal. Dies aus folgenden Gründen:
Eine verkürzte Wärmeplanung sieht vorab eine Eignungsprüfung voraus. Es wurde aber keine detaillierten Ergebnisse darüber offengelegt.
Rückmeldungen von wichtigen Akteuren wie der Rhein Netz GmbH liegen noch nicht vor.
Eine verkürzte Wärmeplanung schließt potenzielle Alternativen von vornherein aus. Sie verlagert die Verantwortung für die Dekarbonisierung auf die einzelnen Bürgerinnen und Bürger, ohne eine strategisch abgestimmte Infrastrukturperspektive anzubieten. Das finden wir überhaupt nicht bürgerfreundlich!
Da kurz vor der Ausschusssitzung nun auch von der Bundesregierung ein Eckpunktepapier zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz vorgelegt hat, war keine Mehrheit für die Vergabe der verkürzten Wärmeplanung gegeben, die Entschiedung wurde wieder verschoben.
Damit liegt Odenthal weiter hinter unseren Nachbarkommunen zurück, die sich hier schon mit eine vollständigen Wärmeplanung auf den Weg gemacht haben (u.a. Burscheid, Wermelskirchen).
Wir werden uns weiter für eine vollständige Wärmeplanung für uns Odenthaler stark machen. Dies insbesondere auch, da das neue Eckpunktepapier der Bundesregierung „Fern- und Nahwärmenetze für die zukünftige Wärmeversorgung von zentraler Bedeutung sieht“.
In der kommenden Sitzung sind folgende maßgebliche Themen auf der Tagesordnung:
Im vergangenen Sommer wurde das gemeinschaftliche Projekt der TH Köln und des Verein aqualon eV. vorgestellt. In der Sitzung werden Ergebnisse und Perspektiven zu dieem Projekt in und für Odenthal vorgestellt.
Nachdem im vergangenen Jahr 2 x die Ausschreibung für das Wärmeplanungskonzept gegen unsere Stimmen verschoben wurde, hoffen wir sehr, dass nunmehr ausreichend Klarheit gegeben ist, damit der Auftrag vergeben werden kann.
Auf Initiative des Rheinisch Bergischen Kreises wird es auch in Odenthal eine Gruppe von Solarberatern geben, welche durch Know-how und Praxisberatung Bürgerinnen und Bürgern den Einstieg in die Nutzung von Solarenergie erleichtern sollen. Es wird zum aktueller Projektstand berichtet.
Weitere Informationen zum Konzept der BürgerSolarBeratung finden sich unter buergersolarberatung.de
Bereits zum 2. Mal stand die Vergabe der Ausschreibung zur Konzepterstellung für die Wärmeplanung für Odenthal auf der Tagesordnung.
Die Erstellung der Wärmeplanung ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde und bis 2028 fertig zustellen.
Das Land NRW hat entsprechende Musterausschreibungen vorgelegt, sodass ein Konzept für die Gemeindegröße von Odenthal passend erstellt werden kann.
Nachdem im Frühjahr 2025 CDU und FDP Anmerkungen hatten, nunmehr SPD und wiederum FDP Ergänzungsbedarf hatten, ist die Vergabe mehrheitlich erneut verschoben worden!
Wir Grüne waren und sind der Überzeugung, dass das Leistungsverzeichnis einen fachlich geeigneten Umfang hatte und eine Vergabe möglich gewesen wäre. Aspekte aus dem Leistungsverzeichnis, welche nicht auf Odenthal zutreffen, wird ein entsprechend beauftragter Dienstleister auch nicht für ein Konzept bearbeiten.
Aus unserer Sicht ist viel Zeit vergeben worden. Wir Grüne werden dafür stimmen, dass im nächsten Ausschuss Ende Februar 2026 eine Vergabe auf den Weg gebracht wird und somit baldmöglichst ein Konzept für die Kommune als auch Privathaushalte vorliegt.
Wir Grüne haben beantragt, dass die Gemeinde kurzfristig Maßnahmen um Sinne des Förderprogrammes darlegt, um entsprechend der Fristsetzung bis Mitte Januar 2026 entsprechende Interessensbekundungen an den Bund weiterzuleiten. Die Verwaltung hat das Förderprogramm (insbesondere auch energetische Sanierungen von Sporthallen) vorgestellt, eine Entscheidung wird in der Ratsitzung Mitte Dezember 2025 erfolgen.
Es gibt eine Liste mit notwendigen energetischen Sanierungen kommunaler Gebäude, darunter befinden sich auch einige Turnhallen der Schulen.